Projekt

Seit Anfang 2017 besteht das Projekt Vivaconterra, mit der Idee, wildes Gemüse* zugänglich zu machen und dessen Wertschätzung zu erhalten. Mittlerweile arbeitet das Projekt mit 7 Bauernbetrieben zusammen und zählt auf die Hilfe von rund 20 Menschen, welche das Projekt gemeinsam ermöglichen. Jeweils am Mittwoch findet vor der Heitere Fahne der Vivaconterra Markt statt, wo zu selbstbestimmten Preisen das Gemüse gekauft werden kann. Auch ist die Heitere Fahne das Zuhause von Vivaconterra – hier wird das Gemüse nicht nur verkauft und bewundert, sondern auch gelagert, in der Heitere Küche verkocht und eingemacht.

Wildes Gemüse

Die Marktwirtschaft definiert, wie Gemüse wachsen muss, damit es den Wert als Nahrungsmittel erhält. Dieser hohe Anspruch an Optik, Form, Grösse, Gewicht und Quantität führt dazu, dass Vielseitigkeit beim Anbau sowie der  weiteren Verwendung verloren geht. Ein Grossteil von natürlich angebautem Gemüse wird dadurch wertlos als Nahrungsmittel und die dafür aufgewendete Zeit, Energie und Ressourcen bleiben ungenutzt.

Der Begriff „Wildes Gemüse“ beinhaltet die Vielfalt an Eigenschaften des Gemüses, welches auf Grund der Norm nicht dem konventionellen Markt entspricht.

Wertschätzung statt Perfektion. 

In Zusammenarbeit mit lokalen Bio- und Demeter-Betrieben tragen wir das Gemüse zusammen und machen es zugänglich zur Nutzung als Nahrungsmittel. Für alle, die sich nicht an den unterschiedlichen Formen, Grössen und anderen Normwidrigkeiten stören. 

Wir verstehen uns nicht als Foodwaste Projekt, sondern als Ergänzung und Unterstützung von zukunftsfähigen und ganzheitlichen Landwirtschaftsmodellen.

Richtpreis

Die Richtpreise für das Gemüse sind beim Stand angeschrieben. Sie sollen Mitverantwortung und Selbstbestimmung ermöglichen ohne den Wert vom Gemüse zu mindern.

Wer mehr hat gibt mehr. Wer wenig hat gibt weniger oder andersrum.

Einnahmen

Die Einnahmen gehen an die beteiligten Bauernbetriebe zurück. Es ist eine direkte Unterstützung von nachhaltigen und regenerativen Landwirtschaftsmodellen sowie die Grundlage zur Weiterführung dieses Projektes. 

Durch die finanzielle Unterstützung und unsere Mithilfe auf den Höfen, bekommen die Bäuerinnen und Bauern mehr Raum, sich mit der Thematik zu beschäftigen, Zeit dafür aufzuwenden und zu handeln.

Der Dienstag

Jeden Dienstag gehen zwei Helfer*innen auf die Gemüsetour. Als erstes wird der Kompost zum Permakultur Projekt foodforsouls.ch gebracht. Danach werden nach einander alle Höfe angefahren, das Gemüse der vergangenen Woche berappt, neues Gemüse eingeladen und Kisten ausgetauscht. Am Mittag darf in Heimenhaus jeweils mit Freude mitgegessen und diskutiert werden. Nach der Tour wird das Gemüse im Kühlanhänger bei der Heitere Fahne sortiert und eingelagert.